
Gedenken und Engagement – „10 + 1 Bäume für die Opfer des NSU“ in Krefeld
25. März 2025
Gelungenes Treffen der Geschäftsführung der Integrationsräte NRW
27. März 2025Pressemitteilung des Landesintegrationsrates NRW am 25. März 2025
Am 25. März 2025 jährt sich der Brandanschlag auf ein Solinger Wohnhaus, durch den vier bulgarische Mitbürger – Katya, Galia, Emily und Kancho Zhilova bzw. Zhilov – den Tod fanden und weitere schwer verletzt wurden.
Die Ermittlungen schlossen recht früh eine rechtsradikale Motivation für die Tat aus; eine rechte Gesinnung des Täters wurde verneint. Ein fremdenfeindliches Tatmotiv konnte laut Ermittlern bislang ausgeschlossen werden, hieß es noch bis zum Prozessauftakt. Vielmehr wurde die Tat als Racheakt für eine vermieterseitige Kündigung eingestuft. Tayfun Keltek hatte dementgegen den Brandanschlag unmittelbar nach der Tat in einer Reihe mit den menschenverachtenden Anschlägen von Solingen, Rostock und Mölln gesehen.
Der Angeklagte hatte über seinen Verteidiger die Brandstiftung gestanden, ohne auf seine Motivation im Detail einzugehen. Mittlerweile wird in der Hauptverhandlung durch das Landgericht Wuppertal geprüft, ob der Anschlag nicht doch ausländerfeindlich motiviert war. Anlass dazu geben, wie der örtlichen Presse in Solingen zu entnehmen ist, etliche wiederhergestellte Bilddateien, die rassistischen Inhalts sind.
Tayfun Keltek appelliert an die Ermittlungsbehörden in Zukunft grundsätzlich ergebnisoffen, unvoreingenommen an Fälle heranzugehen. Angesichts der steigenden Zahl rechtsextremistisch motivierter Straftaten ist es umso wichtiger, diesen Fokus bei den Ermittlungen im Blick zu behalten, so Keltek abschließend.