Integrationsräte

Die Integrationsräte sind die politischen Repräsentationsgremien der Migrantinnen und Migranten in NRW auf kommunaler Ebene und werden von ihnen gewählt. Als Pflichtgremien sind sie im § 27 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen rechtlich verankert. Neben den gewählten Migrantenvertreter/innen gehören ihnen auch entsandte Ratsmitglieder an, die eine Verzahnung mit dem jeweiligen Rat gewährleisten. Auf Augenhöhe arbeiten alle Mitglieder in den Integrationsräten an einer effektiven Integrationspolitik. Als demokratisch gewählte Gremien, die eng mit der kommunalen Politik verzahnt sind, erfüllen die Integrationsräte zwei Funktionen: Sie bilden die politische Vertretung der Menschen mit Migrationshintergrund in Nordrhein-Westfalen und sind zugleich auch die Expertengremien für das Thema Integration in den Gemeinden.

Seit der Novellierung des § 27 im Dezember 2018 ist die Einrichtung eines beratenden Integrationsausschusses alternativ zum Regelgremium Integrationsrat möglich. Die rechtlichen Grundlagen sind in Abs. 12 geregelt.

Auf Grundlage des neugestalteten § 27 GO NRW wurden 2020 101 Integrationsräte und 7 Integrationsausschüsse gewählt. Der Landesintegrationsrat verwendet im Allgemeinen die Bezeichnung “Integrationsrat”, gemeint sind alle Gremien, die auf Grundlage des § 27 in Nordrhein-Westfalen bestehen.

Eine gute Orientierung und Hilfestellung für die politische Arbeit im Integrationsrat bietet die Publikation Arbeit der Integrationsräte in Nordrhein-Westfalen – Eine Handreichung des Landesintegrationsrates NRW.

Weitere Informationen zur rechtlichen Grundlage der Migrantenvertretung in den Kommunen sowie zur Wahl der Gremien finden Sie in der Broschüre  INTEGRATIONSRÄTE UND-AUSSCHÜSSE – HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN UND ANTWORTEN des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung Nordrhein-Westfalens.

Themen der Integrationsräte:

Da Integration als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe zu verstehen ist, können sich die Integrationsräte mit allen Angelegenheiten der Gemeinde befassen.
Zu den wichtigsten Themen gehören:

  • der Einsatz für das Kommunale Wahlrecht für Drittstaatsangehörige,
  • die Antidiskriminierungsarbeit,
  • die Verbesserung der Schulerfolge der Migrantenkinder,
  • die Interkulturelle Öffnung der Verwaltung,
  • die Förderung natürlicher Mehrsprachigkeit,
  • der erfolgreiche Übergang von der Schule in den Beruf,
  • die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen,
  • die Öffnung der Sportvereine für Migrant/innen.

Mitglieder:

Es bestehen 101 Integrationsräte und 7 Integrationsausschüsse in folgenden Städten und Gemeinden  (davon sind 100 Mitglied im Landesintegrationsrat NRW, Stand: 10.12.2020):

A
AachenAhlenAlsdorfArnsberg


B
Bad Oeynhausen, Bad SalzuflenBaesweilerBeckum, Bergisch GladbachBergkamenBielefeldBocholt, BochumBönenBonnBornheimBottropBrühl, Burscheid


C
Castrop-Rauxel


D
Detmold, Dinslaken, Dormagen, Dorsten, DortmundDürenDüsseldorfDuisburg


E
EmmerichEnnepetal, ErkrathEschweilerEssenEuskirchen


F
Frechen


G
GelsenkirchenGevelsbergGladbeck, Gronau, Gummersbach, Gütersloh


H
HagenHammHarsewinkelHattingenHerfordHerneHertenHerzogenrath, HiddenhausenHilden, Hückelhoven, Hürth


I
Iserlohn


J
Jülich


K
Kamen, Kamp Lintfort, KerpenKleveKölnKrefeld, Kreutztal


L
LangenfeldLeichlingenLeverkusenLippstadtLüdenscheidLünen


M
MarlMeerbuschMendenMettmannMinden, Moers, Mönchengladbach, Monheim am RheinMülheim a.d. RuhrMünster


N
NeussNettetalNiederkassel


O
Oberhausen,


P
PaderbornPulheim


R
RatingenRecklinghausenRemscheid, Rheda-WiedenbrückRheine


S
Sankt Augustin, Schwelm, Schwerte, SiegburgSiegenSoestSolingenStolberg


T
Troisdorf


U
Unna


V
VelbertViersenVoerde


W
Wallfahrtsstadt WerlWeselWesselingWittenWuppertal,  Würselen